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  Der lange Weg - Vereinsgeschichte ab 1967

Am Anfang war eine Mineralienbörse -mit diesem Bezug auf die Schöpfungsgeschichte könnte man die Gründung der Sektion Basel / Nordwestschweiz charakterisieren.

Und das kam so :

1967 An der Generalversammlung des SVSM 1967 in Fiesch kann über den nächsten Tagungsort kein Entscheid getroffen werden. Dr. E.Sury, Basel, obwohl Einzelmitglied, erklärt sich spontan bereit, die Veranstaltungen in Basel durchführen zu wollen, darauf vertrauend, dort die für eine solche Unternehmung notwendige Hilfe und Unterstützung zu erhalten. Die Wahl zwischen Basel, Lyss, Bern, St. Gallen und Lausanne bleibt dem Vorstand des SVSM vorbehalten.

1968 Die Wahl fällt auf Basel und zwar auf das Datum vom 28.-29. September 1968. Die Generalversammlung ist für den Samstag, 28.9., 20.00 Uhr im Rest. Rialto vorgesehen, die Börse für den folgenden Tag von 09 - 18 Uhr im Personalhaus der CIBA-GEIGY, Basel.

Die erhoffte Bereitschaft kann gefunden werden und zum vorgegebenen Datum bietet man ein reichhaltiges Angebot:

112 Aussteller belegen insgesamt 370 Laufmeter mit ihren Kostbarkeiten. Man zählt nicht weniger als 3750 Besucher (das an einem Tag!) und am Schluss bleibt der Kasse ein beachtlicher Gewinn.

Mit dieser Leistung sorgen die Basler für eine beeindruckende Ueberraschung. Im nachhinein wird diese Börse als eine der schönsten bezeichnet.

Der zugesprochene Anteil wird auf einem Sperrkonto blockiert, da der statutengemässe Gewinnanteil nur an offizielle SVSM-Sektionen ausbezahlt werden darf. Ohne die Gründung einer Basler-Sektion würde die Summe nach Ablauf von 5 Jahren an die Zentralkasse fallen.

1969 Der Erfolg macht die kleine, aber aktive Gruppe mutig und man beschliesst, das Experiment in etwas bescheidenerem Rahmen als Testfall zu wiederholen und zwar aus der Ueberlegung heraus, dass in der Randregion Basel eine solche Veranstaltung durchaus Berechtigung geniesst und Chancen haben könnte.

Erstmals wird im Strahler (1/1969) die 'Gruppe Basel und Nordwestschweiz' erwähnt und zwar im Zusammenhang mit einer Umfrage in Basel, ob die Gruppe in eine Sektion umgewandelt werden soll.

Bei einer Stimmbeteiligung von 66% stimmen 83 für die Variante des lockeren Zusam-menschlusses und lediglich 2 Stimmen für eine Sektionsgründung. Für die freien Zu-sammenkünfte im Rest. Neubad in Binningen legt man vorerst folgende Daten fest:

Donnerstag, 20.März 1969 und Donnerstag, 29.Mai 1969.

Wie geplant kann die Börse in der Halle 10 der MUBA durchgeführt werden. 113 Aussteller aus der Schweiz und dem benachbarten Ausland geben sich ein Stelldichein, ebenfalls 2500 Besucher, ein Umstand, welcher sogar die Leute von der Mustermesse in Erstaunen setzt, wie sie der Gruppe später anvertraut.


1970 Die Idee einer regelmässigen Durchführung einer Mineralienbörse nimmt konkrete Formen an und man legt die Zeit auf Ende November/Anfangs Dezember fest. Es wird die Gründung eines Fotoclubs innerhalb der bestehenden Gruppe angeregt.

In derselben Halle wie im Vorjahr wird am 5./6.12. die 1. Mineralienschau / Weihnachtsbörse durchgeführt. 113 Aussteller belegen wieder 320 m Ausstellfläche und die Besucherzahl steigt auf rund 2800.

Die zum Teil gute, zum Teil rückgängigen bis enttäuschenden Umsätze der Aussteller führen zu grundsätzlichen Ueberlegungen wie z.B. ob in Basel jedes Jahr eine Börse abgehalten werden oder man ganz darauf verzichten soll. Man entscheidet sich jedoch für die Weiterführung.

1971 Es wird am 4./5.12. die 2. offizielle Mineralienbörse in der Halle 10 durchgeführt.

1972 Eine erneute Umfrage ob Gruppe oder Sektion ergibt, dass der Status 'lose Gruppe' immer noch bevorzugt wird. Allerdings fällt das Ergebnis mit 74% : 26% nicht mehr so deutlich aus wie bei der ersten Umfrage. Ein Grossteil (98%) spricht sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit an der Börse aus und bereits 24% der Anwesenden befürwortet die Anschaffung von wissenschaftlichem Material. 72% resp. 83% sind für die Durchführung von Vorträgen und Exkursionen. Schliesslich wollen 61% eine periodi-sche Zusammenkunft.

Man startet mit dem Versuch eines monatlichen Hocks und legt diesen auf den 1.Diens-

tag im Monat fest. Als Lokal wählt man das Rest. Riehenhof in Basel. Die Fotogruppe hat sich gefunden und wird von Dr. E.Offermann betreut.

Die 3. Mineralienbörse findet am 2./3. Dezember in der Halle 10 statt. Diese Börse ist dermass begehrt, dass von 175 Ausstellern deren 45 wegen Platzmangel nicht berücksichtigt werden können.

Ein neuer Verein - das Jahr der Gründung, 1973

1973 Ab 2. April heisst das neue Stammlokal Rest. Bernerhof in Allschwil. Die Gruppe ist im Begriff Stereomikroskope und Literatur anzuschaffen. Dr. Offermann betreut den Sektor Fotografie und Mikroskopie. In diesem Jahr nähert sich der Zeitpunkt des Verfalls unseres Anspruches auf den Gewinnanteil der SVSM-Börse und ausserdem befindet sich unser inzwischen dicker gewordenes finanzielles Polster nicht im Einklang mit den gesetzlichen Erfordernissen. Es wird beschlossen eine vereinsrechtlich klare Situation zu schaffen und die Gruppe Basel in eine juristische Person nach ZGB in einen Verein um-zustrukturieren. An der

Gründungsversammlung vom 28. August 1973

nehmen 27 Personen teil. Sie genehmigen Statuten und Ausleihbestimmungen für sektionseigenes wissenschaftliches Material. An diesem Datum wird die Sektion 'Basel und Nordwestschweiz' mit einem Anfangsbestand von 116 Mitgliedern aus der Taufe gehoben. Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

-Präsident Dr. E.Sury

-Vize-Präsident, Finanzen und Sekretariat Dr. L.G.Loepfe

-Stv. Finanzen und Sekretariat Dr. P.Hümbelin

-Mikroskopie, Fotografie, Vortragswesen Dr. E.Offermann

-Materialverwalter W.Döbelin

-Exkursionen F.Dreier / G.Günther

Drei Grundsätze und eine im Jahre 1968 getroffene und als Maxime geltende Vereinbarung werden neu bekräftigt.

1. Alle zugunsten der Sektion geleisteten Dienste und Arbeiten sollen grundsätzlich ehrenamtlich erfolgen. Ausgenommen bleibt dabei der Sachaufwand.

2. Vermeidung von unnötigem administrativem Aufwand.

3. Verzicht auf die Erhebung eines jährlichen Sektionsbeitrages, d.h. der Sektionsaufwand hat sich nach dem Erlös aus der jährlichen Mineralienbörse zu richten, Defizite sind nicht erlaubt.

1974 März: Die Geschäftsstelle des SVSM hat die im letzten November eingesandten Statuten überprüft. Die Sektion Basel und Nordwestschweiz wird offiziell im SVSM aufgenommen.

Im Augustheft des Strahlers wird Basel als die 13. Sektion des SVSM begrüsst.

Am 31.12. zählt die Sektion gemäss SVSM 138 Mitglieder.

Detailliertere Angaben über die Vereinsgeschichte können der Schrift ‚Geschichte der SVSM-Sektion Basel / Nordwestschweiz‘ von A.Perner, 1993 entnommen werden.