Besuch in der Saline Schweizerhalle,
15. Juli 2005

Bei wunderbarem Sonnenschein und warmem Wetter trafen wir uns um 16.00 vor dem Eingang der Saline, wo uns Herr Dr. Armin Roos in Empfang nahm. Zuerst besichtigte er mit uns einen Teil des Werkes und erklärte uns alles ausführlich. Zur Zeit befindet sich ein Teil des Werkes im Ausbau und wird modernisiert.

Wir
durften auch Einblick nehmen in die Soleverarbeitungsanlage, wo die in der Nähe des Egglisgraben gewonnene Salzsole in mehreren Verarbeitungsschritten mit der sogenannten Laugetechnik wieder ausgedampft wird und am Schluss des Arbeitsprozesses das Salz als Endprodukt gewonnen wird.

Schaltwarte

Wir wurden sogar Zeuge einer kleinen Produktionsstörung, als ein Förderband riss welches das frisch gewonnene Salz transportieren sollte. Innerhalb weniger Minuten wuchs zu unserem Erstaunen ein riesiger Salzberg an der kaputten Förderbandstelle an. Auch konnten wir Hansjörg Pedrazzi nur schwer zurückhalten, der noch einen defekten Lift in Augenschein nehmen wollte.

Das Salz wird danach weiterverwendet als Speisesalz, Lecksalz für Tiere, Streusalz, für die Medizin (Infusionen) angewendet oder auch in der Chemie (SF-Chem) benötigt. Interessanterweise ist die Salzlagerhalle für den Streusalzbedarf seit dem gesteigerten Bedarf im letzten Winter noch nicht wieder aufgefüllt. Durch die Inbetriebnahme des neuen Salzdoms in Rhiburg dürfte sich das Problem allerdings schnell lösen.

Kristaller Nach der Besichtigung und einer kleinen Pause führte uns Herr Roos in einen Theoriesaal, wo wir nach einem kleinen Salzreferat einen Wettbewerb rund um das Salz und seine Mineralogie machten. Die Gewinner des Testes gewannen sogar noch schöne Preise welche der Gastgeber ebenfalls offerierte.

Danach ging es in das Salzmuseum, in die Glenck-Villa, wo uns Herr Roos wieder ausführlich und kompetent über die Geschichte des Salzes und seine Anwendung erzählte, was die interessanten Räume des Salzmuseums auch eindrücklich belegten. Wir durften sogar noch ein Bohrloch besichtigen, denn die Villa ist genau an der Stelle erbaut worden, wo seinerzeit die Salzpioniere ihre ersten Bohrlöcher ansetzten. Auch ein Gedicht von Goethe gehört noch zum Programm, das Goethe seinerzeit den Salzpionieren widmete.
 

Ein besonders schönes Exemplar ist der grosse Halit aus den deutschen Merker-Salzwerken, welches im Salzmuseum in einem eigens dafür errichteten Tresor aufbewahrt wird.
Nach der Besichtigung des Salzmuseums genossen wir noch einen kleinen Apéro auf dem Balkon der Glenck-Villa, wo wir den Abend in einer gemütlichen Atmosphäre ausklingen liessen.

Ich möchte Herrn Dr. Armin Roos an dieser Stelle ganz herzlich für seinen tollen und kompetenten Einsatz danken, wir wussten diesen interessanten Abend sehr zu schätzen!

Thomas Schaub