Ausflug der Jugend nach Badenweiler

Ein Bericht von Mairon Frei (10 Jahre)


Wir fuhren mit dem Zug von Basel ¾ Stunden und mit dem Bus 111 zwanzig Minuten bis nach Badenweiler.

Nach sieben Minuten Fussmarsch sahen wir ein kleines Holzhaus und drei Minuten später gab es schon die erste Fundstelle, die Halde Hausbaden. Fast jeder Stein war mit Quarz und anderen speziellen Sachen überzogen. Wir blieben etwa eine Stunde dort und gingen dann schon wieder weiter. Wir liefen noch schnell zu einem verrotteten Bergloch. Dort konnten wir leider nicht rein gehen. Aber weiter oben gab es noch eines, bei dem konnte man 7 Meter tief rein.


Dann liefen wir weiter zu einem Felsen, der heisst "Altemannfels". In diesem Felsen gab es noch eine Bergbauhöhle, die ging 10 bis 15 Meter tief in den Felsen und man konnte auf der anderen Seite wieder raus gehen. Dort machten wir gerade noch ein Picknick. Nach ca. 30 Minuten ging es weiter zum Quarzriff. Auf diesem Felsen gab es kleine Bruchstücke, wo es Mimetesite darauf hatte. Diese schlugen wir heraus und schauten sie uns unter der Lupe an, weil sie nur sehr klein sind. Sie waren orange-gelb und hatten eine rundliche Form.

Wir wanderten weiter zum Karlstollen. Dort gingen wir etwas 30 bis 35 Meter rein. Es war stockdunkel und wir mussten Kopflampen anziehen. An einer Stelle mussten wir sogar kriechen. In diesem Stollen fanden wir Bleiglanz.

Dann liefen wir ein Stück weiter zur Hauptfundstelle Sophienruhe. Auf dem Weg dort hin sahen wir eine Blindschleiche, die wir sogar kurz in die Hand nehmen konnten. Bei der Sophienruhe angekommen, machten die Erwachsenen zuerst mal eine kleine Pause und die zwei Kinder gingen schon auf die Suche. Wir fanden tolle Stücke! Es war allerdings sehr heiss, weil die Sonne direkt an den Hang schien. Die Landschaft sah aus wie in Südfrankreich wegen der speziellen Bäume.

Dann machten wir uns auf den Heimweg. Nach etwa 20 Minuten waren wir wieder bei der Bushaltestelle und fuhren bis zum Bahnhof. Wir waren alle sehr müde! Ein paar (nicht etwa die Kinder !) sind dann auf der Zugfahrt eingeschlafen. Die Wachen klopften noch ein paar Witze und sahen ein Spargelfeld. Es war ein toller Tag für uns alle!

An dieser Stelle noch vielen Dank an unseren Jugendgruppenleiter Fabian Müller. Er ist
sehr motiviert, kennt sich super gut aus mit Mineralien und macht immer tolle Exkursionen mit uns!

Anmerkung:
Die Befahrung von alten Stollen ist sehr gefährlich und ich warne davor, sie ohne entsprechende Kenntnisse und spezielle Ausrüstung zu erkunden! Im mittleren Karstollen gab es aber keine Schächte und keine brüchigen Bereiche, sodass keinerlei Gefahren vorhanden waren. Ausserdem hatten wir einen erfahrenen Führer.

Auf der Halde
der Grube Hausbaden

Mairon mit seinem ersten Fund Michael erkundet den Verhau
Max und Mairon,
im Hintergrund die
Halde der Sophienruhe

Intensive Suche Schürfarbeiten unterhalb des Mimetesitfelsens Blick über die Rheinebene
in Richtung Vogesen
Mundloch des
mittleren Karlstollens
im Karlstollen Suchen und Finden im Karlstollen

Hier finden Sie weitere Informationen über den historischen Bergbau und die Mineralien von Badenweiler.